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ChemieNord / IG-BCE-Landesbezirk Nord

Demografischer Wandel erfordert Maßnahmen für die Personalpolitik

V.l.n.r.: Dr. Jochen Wilkens (ChemieNord), Dr. Maik Wagner (Uni Hannover), Astrid Rimbach (Bundeswehr-Uni Hamburg), Dr. Cordula Sczesny (Soziale Innovation GmbH), Karen Meurer (ChemieNord) und Ralf Becker (IG BCE) präsentierten im Rahmen der Sozialpartnerveranstaltung Maßnahmen für eine erfolgreiche Personalpolitik im Verlauf des demografischen Wandels. - Foto: AGV ChemieNord

Die Auswirkungen des demografischen Wandels sind bereits auf dem Arbeitsmarkt zu spüren und viele Unternehmen richten derzeit ihre Personalpolitik auf die geänderten Verhältnisse aus. Als Bestandteil des Tarifvertrags „Lebensarbeitszeit und Demografie“ haben die Sozialpartner in der chemischen Industrie bereits 2008 eine sogenannte „Chemieformel zum demografischen Wandel“ entwickelt, die Maßnahmen zur alters- und gesundheitsgerechten Gestaltung von Arbeitsprozessen und Qualifizierungsmaßnahmen während des gesamten Arbeitslebens vorsieht. Im Rahmen einer Sozialpartnerveranstaltung im Oktober 2010 in Hannover haben der Arbeitgeberverband ChemieNord und die IG BCE Landesbezirk Nord jetzt die entsprechenden Handlungsfelder Arbeitszeitgestaltung, Qualifizierung und Wissenstransfer gemeinsam analysiert und dabei konkrete Handlungshilfen für die Gestaltung dieser Handlungsfelder in den Unternehmen aufgezeigt.

 

Für Ralf Becker, Leiter des Landesbezirks Nord der IG BCE, ein weiteres Zeichen für die gute Sozialpartnerschaft in der Chemie. „Nach der im Tarifvertrag geforderten Demografieanalyse der eigenen Belegschaft, die vielen Unternehmen wichtige Informationen geliefert hat, gehen wir mit der Präsentation konkreter Handlungsansätze einen weiteren Schritt, der die Chemiebetriebe in Norddeutschland voranbringen wird.“ Und Dr. Jochen Wilkens, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes ChemieNord, betont, dass die rechtzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema demografischer Wandel der Chemie einen Wettbewerbsvorteil vor anderen Branchen verschafft habe. Zur Herausforderung des internationalen Wettbewerbs sei für jedes Unternehmen die Herausforderung der richtigen Qualifizierungsstrategie hinzugekommen. Im Kampf um die Köpfe von morgen hätten deshalb die Unternehmen die Nase vorn, die ihre Arbeitsplätze rechtzeitig demografiefest ausgestalten.

 

Die Teilnehmer der Sozialpartnerveranstaltung wurden dementsprechend von Dr. Cordula Sczesny, Geschäftsführerin der Soziale Innovation GmbH, über „Altersgerechte Arbeitszeitflexibilität – Neue Arbeitszeitmodelle“ informiert. „Maßnahmen zur Qualifizierung während des gesamten Arbeitslebens“ erläuterte Astrid Rimbach von der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. Dr. Maik Wagner von der Universität Hannover referierte zum Thema „Wissenstransfer von Alt zu Jung. Erfahrungswissen sichtbar machen und weitergeben“ und Wolfgang Meinert von der Solvay GmbH in Hannover berichtete über ein bereits in der eigenen Unternehmenspraxis erprobtes Konzept.