Chemie-Altersvorsorge
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Chemie-Altersvorsorge

Betriebliche Altersversorgung mittels Bruttoentgeltumwandlung

Foto: alexsl - iStockphoto.com

Was ist Entgeltumwandlung?

 

Nach dem Betriebsrentengesetz liegt Entgeltumwandlung vor, wenn künftige Entgeltansprüche in eine wertgleiche Anwartschaft auf Versorgungsleistungen umgewandelt werden. Entgeltumwandlung ist also eine besondere Finanzierungsform der betrieblichen Altersversorgung, bei der das Entgelt nicht ausgezahlt wird, sondern in die betriebliche Altersversorgung fließt. Der Arbeitnehmer verzichtet auf einen Teil seiner Entgeltansprüche oder sonstigen Vergütungsleistungen und erhält dafür eine Anwartschaft, also einen Anspruch auf die zugesagten Versorgungsleistungen, der bei Eintritt des Versorgungsfalls fällig wird.

 

Warum ist Entgeltumwandlung so lohnenswert?

 

Einer der großen Vorteile der Entgeltumwandlung liegt darin, dass schon mit der Zahlung des ersten Beitrags ein Anspruch auf die spätere Leistung begründet wird – und nicht, wie etwa bei der arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung erst nach fünf Jahren. Auch sind die Beiträge (in Abhängigkeit vom Durchführungsweg) sofort insolvenzgeschützt.

 

Anders als bei der privaten Kapitalanlage erfolgt die Entgeltumwandlung in der betrieblichen Altersversorgung durch sogenanntes Brutto-Sparen. Der Anlagebetrag wird also nicht dem Netto-, sondern dem Bruttoeinkommen entnommen. Das hat zur Folge, dass die Einzahlungen bis zu einem bestimmten Betrag (im Jahr 2016 sind dies 2.976 Euro) steuerfrei sind. Auch sind auf diese Einzahlungen keine Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen. Diese gesetzliche Förderung gibt es nur in der betrieblichen Altersversorgung.

 

Bei einer Entgeltumwandlung von bis zu 2.976 Euro jährlich (Stand: 2016) sparen Sie in der Ansparphase sowohl die Steuern als auch die Sozialabgaben.

 

Welche weiteren Vorteile bietet die betriebliche Altersversorgung?

 

1. Geringe Verwaltungskosten und günstige Konditionen

Da das Unternehmen die betriebliche Altersversorgung organisiert, sind sehr günstige Konditionen realisierbar. Dies betrifft die Möglichkeit, aufgrund der größeren Kapitalmenge am Markt einen besseren Zinssatz zu erreichen, aber auch die günstigen Verwaltungskosten. Da die Arbeitgeber kein eigenes Gewinnerzielungsinteresse bei der betrieblichen Altersversorgung haben, fallen häufig keine versteckten Kosten an.

 

2. Insolvenzsicherung

Ihre betriebliche Altersversorgung ist in besonderem Maße geschützt. Für den seltenen Fall, dass ein Altersversorgungsträger ausfällt, steht Ihr Arbeitgeber für die Zahlung der Leistungen im Alter ein (sogenannte Subsidiärhaftung). Daneben bestehen eine umfangreiche Versicherungsaufsicht und weitgehende Insolvenzsicherungspflichten, damit Sie im Alter auch das bekommen, was Ihr Arbeitgeber Ihnen an Leistungen zugesagt hat.

 

3. Staatliche und tarifliche Förderung

Sie können Teile Ihres Entgelts steuerfrei und ohne Abzüge durch die Sozialversicherungen umwandeln. Darüber hinaus erhalten Sie aufgrund des Tarifvertrages als Vollzeit-Arbeitnehmer mit dem Chemie-Modell jedes Jahr über 600 Euro für den Aufbau Ihrer Altersvorsorge sowie weitere Chemie-Förderungen, wenn Sie zusätzliche Vergütungsbestandteile umwandeln.

 

4. Kein Verwertungszwang in der Arbeitslosigkeit

Falls Sie einmal arbeitslos werden, bleibt ihre betriebliche Altersversorgung bestehen: Bei einem Antrag auf Arbeitslosengeld II (sogenanntes Hartz IV) führt eine Anwartschaft in der betrieblichen Altersversorgung weder zu einer Verminderung Ihrer Sozialansprüche noch müssen die Gelder in der Ansparphase verwertet werden.