Chemie-Altersvorsorge
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Chemie-Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente wird nicht ausreichen

Bereits die letzten Rentengesetze nahmen erhebliche Einschnitte in das Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung vor. Die kapitalgedeckte Altersvorsorge dient nicht mehr als bloße Ergänzung zur gesetzlichen Rente. Vielmehr kommt ihr wegen des absinkenden Rentenniveaus zunehmend eine Ersetzungsfunktion zu.

 

Gerade jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer  müssen davon ausgehen, dass die gesetzliche Rente keinesfalls ausreichen wird, um ein angemessenes Auskommen im Alter zu sichern. Aber auch ältere Arbeitnehmer werden ihren gewohnten Lebensstandard im Ruhestand kaum erreichen. Wir wollen Ihnen im Folgenden die Ursachen dieses Problems darlegen und die Lösung der chemischen Industrie aufzeigen.

 

Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung und ihre Folgen

 

Die gesetzliche Rentenversicherung finanziert sich im sogenannten Umlageverfahren. Das bedeutet, dass aus den Beiträgen der sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigen die Rentenleistungen der jeweiligen Rentner finanziert werden.

 

Folglich dürften die eigenen Rentenleistungen spürbar geringer werden, wenn die nachfolgende Generation im Verhältnis zur Generation der Rentenbezieher kleiner wird. Genau diese demografische Entwicklung macht der Bevölkerung zu schaffen – und sie hat direkte Auswirkungen auf die Höhe der gesetzlichen Renten. Das System der gesetzlichen Rentenversicherung leidet an drei großen Problemen: 

 

1. Sinkende Geburtenrate

Nach den Ergebnissen der Bevölkerungsvorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes wird die Geburtenrate in Deutschland langfristig bei 1,4 Geburten je Frau stagnieren. Für den Erhalt des Bevölkerungsstandes wäre ein Durchschnitt von 2,1 Geburten je Frau nötig; für eine Umkehr der demografischen Entwicklung wären sogar mehr als 3 Geburten pro Frau erforderlich.

 

Bei der Fortsetzung der aktuellen demografischen Entwicklung wird sich die Einwohnerzahl von 81,7 Millionen im Jahr 2010 auf 69 bis 74 Millionen im Jahr 2050 verringern.

 

2. Mehr Rentenbezieher, weniger Beitragszahler

Das niedrige Geburtenniveau wird zudem dazu führen, dass sich die Bevölkerungsstruktur insgesamt zu den älteren Jahrgängen verschiebt: Im Jahr 2011 waren noch 18,2 Prozent der Gesamtbevölkerung jünger als 20 Jahre. Diesen standen bereits 20,4 Prozent der Gesamtbevölkerung im derzeitigen Rentenalter von 65 und mehr Jahren gegenüber. Bis zum Jahr 2050 wird der Anteil der Personen im Erwerbsalter (20 bis 65 Jahre) um rund 10 Prozent sinken, während die Anzahl der Personen im Rentenalter um rund 10 Prozent auf etwa 30 Prozent steigen wird.

Noch im Jahr 2005 standen 100 Personen im Erwerbsalter 32 Personen im Rentenalter gegenüber. Für das Jahr 2030 vermutet man, dass auf 100 Personen im Erwerbsalter 50, im Jahr 2050 sogar 60 Personen im Rentenalter kommen. Für die Sozialsysteme bedeutet das, dass immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentenbezieher finanzieren müssen.

 

3. Höhere Lebenserwartung und immer länger werdender Rentenbezug

Die Lebenserwartung der Menschen nimmt ebenfalls zu. Im Jahr 2005 wurden knapp 4 Millionen Menschen älter als 80 Jahre. Für das Jahr 2050 wird prognostiziert, dass über 40 Prozent der dann über 65-Jährigen auch mindestens 80 Jahre alt werden. Mit der steigenden Lebenserwartung ist ebenfalls ein längerer Rentenbezug verbunden – und damit höhere Kosten für die Rentenversicherungssysteme.

Die Folgen der demografischen Entwicklung in der Vergangenheit waren einige gesetzliche Reformen wie die Anhebung des Regelrentenalters auf 67 Jahre und stetige Diskussionen rund um steigende Beiträge und sinkende Rentenleistungen.

 

Darüber hinaus wurde durch das Alterseinkünftegesetz die Besteuerung von Altersleistungen in Deutschland neu geregelt: Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden stufenweise bis zum Jahr 2025 von der Steuerpflicht befreit. In der betrieblichen Altersversorgung wurde die nachgelagerte Besteuerung für alle Durchführungswege eingeführt: Wenn Sie Geld für Ihre spätere Betriebsrente einzahlen, dann müssen Sie hierauf in der Ansparphase – je nach Durchführungsweg nur in bestimmten Grenzen – keine Steuern zahlen. Steuern fallen erst an, wenn Ihnen die Betriebsrente im Rentenalter ausgezahlt wird. Der Vorteil dieser sogenannten nachgelagerten Besteuerung liegt darin, dass der persönliche Steuersatz im Rentenalter aufgrund der dann regelmäßig geringeren Einkünfte niedriger ist als zu Erwerbszeiten, woraus sich Steuerspareffekte ergeben können.

 

4. Folge: Wachsende Rentenlücke

Heute erzielt ein Durchschnittsverdiener mit 45 Beitragsjahren ca. 67 Prozent seines letzten Nettoeinkommens als Rente. Den Unterschied zwischen dem letzten Nettoentgelt vor Rentenbeginn und der tatsächlichen Rente wird als Rentenlücke bezeichnet. Diese Rentenlücke wird sich bis zum Jahr 2030 deutlich vergrößern – dann erhält der Rentner voraussichtlich nur noch etwa 50 Prozent seines letzten Nettoeinkommens als Rente.  

In der Praxis werden sich die Einbußen im Alterseinkommen, welches die gesetzliche Rentenversicherung gewährleistet, bereits in den nächsten Jahrzehnten deutlich bemerkbar machen. Das gilt auch, wenn durchgehende Erwerbsbiografien unterstellt werden.

 

Handeln Sie jetzt – Die Zeit arbeitet für Sie!

Für den Aufbau eines möglichst hohen Versorgungsvermögens ist die Zeit entscheidend, in der sich das Geld aufgrund der attraktiven Chemie-Förderung und des Zinses und Zinseszinses vermehren kann.

 

Jedes Jahr, das Sie den Aufbau Ihrer Zusatzversorgung später beginnen, bedeutet, dass Sie bares Geld verschenken.

 

Es lohnt sich also, früh zu beginnen.