gibuci
Gesellschaft zur Information von Betriebsräten über Umweltschutz in
der chemischen Industrie GbR
Abraham-Lincoln-Str. 24
65189 Wiesbaden
Telefon: 0611 7788136
Telefax: 0611 7788123
Anfahrt:
GoogleMaps
E-Mail:
info(at)gibuci(dot)de
Geschäftsführer/in
Markus Horn
BAVC
Abraham-Lincoln-Str. 24
65189 Wiesbaden
und
Gertraud Lauber
IG BCE
Königsworther Platz 6
30167 Hannover
Gesellschafter
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V. (BAVC), Wolfgang Goos, Hauptgeschäftsführer
und
Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Egbert Biermann, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands
Ereignisse, Akzeptanz und Netzwerke
In diesem Jahr stand das umweltpolitische GIBUCI-Seminar in Nordrhein (2.– 4. November 2009) ganz unter dem Themenfeld „Ereignisse, Akzeptanz und Netzwerke“.
Aus diesem Grund wurde auch der Seminarort Duisburg gewählt, da bei der Sachtleben Chemie GmbH in Duisburg im Rahmen der Exkursion die Bewältigung eines Ereignisses aus 2008 dargestellt und diskutiert wurde. Das GIBUCI-Seminar wurde gemeinsam organisiert vom Landesauschuss der Arbeitgeberverbände der chemischen Industrie von NRW und vom IG BCE-Landesbezirk Nordrhein.
Am ersten Tag begann es jedoch klassisch mit einem Blick nach Europa, den die Europaabgeordnete Jutta Haug den Teilnehmern öffnete. Aus ihrer langjährigen Erfahrung als Abgeordnete des Europaparlamentes stellte sie den Teilnehmern auf eine sehr persönliche Art die aktuellen Entwicklungen und Diskussionen dar, verdeutlichte aber auch sehr, dass politische Mitbestimmung auch immer mit einem Engagement im lokalen Bereich verknüpft sein sollte. Sie appellierte an die Betriebsräte, sich doch wieder mehr auch in den Kommunen zu engagieren.
Nach dem Mittag ging es dann zur Sachtleben Chemie GmbH, wo Herr Markens den Teilnehmern das Unternehmen in seiner aktuellen Entwicklung vorstellte. Er berichtete auch von der interkulturellen Herausforderung des in 2008 durch Rockwood und Kemira geschlossenen Joint Venture. Hier war es sicher für die Teilnehmer interessant zu hören, wie teilweise unterschiedlich doch die Mentalitäten und Gebräuche aus Finnland sind. Im Anschluss berichtete er von einem Brandereignis aus dem Jahr 2008 und schilderte vor Ort, wie man damals auch mit massiver Unterstützung des Betriebsrates und teilweise unkonventionellen Mitteln das Thema medial und in der Nachbarschaft begleitet hat.
Am zweiten Seminartag stand das Programm ganz unter dem Schwerpunkt des Industriestandortes NRW mit einer Vorstellung des neuen Clusters Umwelttechnologie.NRW und einem Workshop zum Thema „Allianz Pro Industrie und Nachhaltigkeit. Nach einer Präsentation zum aktuellen Sachstand der in Sommer gegründeten Allianz erarbeiteten die Teilnehmer-/Innen eigene Ansätze zur Verbesserung der Akzeptanz von Infrastrukturprojekten in der unmittelbaren Nachbarschaft solcher Vorhaben.
Am dritten Tag präsentierte Dr. Wiese vom Umweltministerium NRW die Arbeit der Kommission für Anlagensicherheit und stellte ausgewählte Fälle exemplarisch vor. Danach richtete Herr Sträßer vom VCI NRW noch einmal den Blick der Teilnehmer auf die Umweltpolitik des Landes und erläuterte das aktuelle Verfahren der Landesregierung zur Verlängerung des Wasserentnahmeentgeltgesetzes, den aktuellen Sachstand zum Pipelinekataster NRW sowie die Arbeit im Dialog Wirtschaft und Umwelt.