Gemeinsame Grundsatzpositionen "Frauenförderung"
Die Chemie-Sozialpartner sind der Auffassung, dass die Gleichbehandlung von Männern und Frauen in den Betrieben der chemischen Industrie zu sichern ist, dass die Berufstätigkeit von Frauen gefördert und ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten in den Unternehmen verbessert werden sollten. Im Februar 1989 formulieren sie dies in ihrer gemeinsamen Grundsatzposition "Frauenförderung". Die Chemie-Sozialpartner sprechen sich in ihrem Positionspapier für "Chancengleichheit statt Quoten" aus und skizzieren Maßnahmen zur effektiven Frauenförderung. -
Das Positionspapier im Wortlaut
Für eine chancengleiche und familienbewusste Personalpolitik
Mit dieser Vereinbarung vom 11. Mai 2006 knüpfen die Chemie-Sozialpartner BAVC und IG BCE an die im Jahre 1989 abgeschlossene Sozialpartner-Vereinbarung "Frauenförderung in der chemischen Industrie" an. Ziel ist es, die Verwirklichung von Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer weiter voranzutreiben. Unterstützende Maßnahmen sind dabei flexible, familiengerechte Arbeitszeiten, flexible Arbeitszeitmodelle, Unterstützung bei Kinderbetreuung und Pflege Angehöriger, verbesserte Einstiegsmöglichkeiten nach der Elternzeit, Weiterbildungsmöglichkeiten und die Sensibilisierung der Führungskräfte. -
Die Vereinbarung im Wortlaut
Gemeinsame Erklärung zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
Anlässlich des In-Kraft-Tretens des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetze (AGG) am 18. August 2006 haben BAVC und IG BCE ihr Tarifwerk einer Prüfung unterzogen und sind gemeinsam zu der Auffassung gelangt, dass die zwischen ihnen vereinbarten Tarifverträge der chemischen Industrie keine diskriminierenden Tatbestände in Bezug auf einzelne Arbeitnehmergruppen beinhalten. In ihrer Erklärung vom 9. Oktober 2006 verpflichten sich die Chemie-Sozialpartner dazu, sich auch zukünftig für die Wahrung der Rechte von Minderheiten und die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Förderung und Sicherung von Beschäftigung einzusetzen. -
Die Erklärung im Wortlaut
Vielfalt nutzen – Chancengleichheit verwirklichen
Rund 20 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland besitzen mittlerweile einen Migrationshintergrund. Sie bringen verschiedene Sprachen, religiöse Überzeugungen und Lebensstile mit in ihre neue Heimat und sind ein elementarer Teil der Gesellschaft und der Arbeitswelt geworden. Der Umgang mit dieser Vielfalt stellt für die Betriebe eine große Chance wie auch eine Herausforderung dar. BAVC und IG BCE rufen die Unternehmen in ihrer am 24. November 2008 in Hannover geschlossenen Vereinbarung zum Diversity Management dazu auf, die Vielfalt in den Betrieben durch Diversity-Management Konzepte besser zu nutzen und entsprechende Betriebsvereinbarungen abzuschließen. Ferner bieten sie Unternehmen und Betriebsräte Unterstützung bei der Umsetzung einer von Diversity-Kultur geprägten Unternehmenspolitik an. -
Die Vereinbarung im Wortlaut
Familienbewusste Personalpolitik – auch in der Krise
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bleibt für die Unternehmen der chemischen Industrie ein Top-Thema – trotz Wirtschaftskrise. Seit dem Abschluss der Sozialpartner-Vereinbarung "Für eine chancengleiche und familienbewusste Personalpolitik" im Jahre 2006 haben die Unternehmen der chemischen Industrie entsprechend der unterschiedlichen Ausgangssituationen vielfältige Maßnahmen zur Herstellung von mehr Chancengleichheit und zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie in die betriebliche Praxis umgesetzt. Allerdings sind derzeit die Unternehmen in Einzelfällen in Anbetracht der Krise gezwungen, notwendige Kostenreduzierungen vorzunehmen. Bei den hierfür erforderlichen Überlegungen empfehlen die Sozialpartner, die Auswirkungen auf die Situation der Familien nicht aus dem Blick zu verlieren. -
Die Erklärung im Wortlaut





