Aus den Regionen
Ansicht   
GIBUCI-Baden-Württemberg - 2012

Kreislaufwirtschaftsgesetz in Theorie und Praxis beleuchtet

Einfahren wie die Bergleute: die Teilnehmer des GIBUCI-Seminars beim Vor-Ort-Termin. Foto: Bruchmüller / IG BCE

Der deutschen chemischen Industrie ist es in den vergangenen Jahren durch ein konsequentes Abfallmanagement gelungen, Produktionswachstum und Abfallmenge zu entkoppeln. Dennoch gehören Abfälle zu einem gewissen Maße zur industriellen Produktion mit dazu. Die Chemie ist eine der ressourceneffizientesten Branchen überhaupt, aber nicht alle Rückstände in der Herstellung von Grundstoffen und Endprodukten lassen sich sinnvoll verwenden. Was übrig bleibt, muss sachgerecht entsorgt werden. Das regelt das Abfallrecht, zu dem sich zahlreiche Betriebsräte aus der chemischen Industrie informierten.

 

Eingeladen hatte die „Gesellschaft zur Information von Betriebsräten über Umweltschutz in der chemischen Industrie“ (GIBUCI), eine von den Sozialpartnern der Chemie gemeinsam betriebene Einrichtung. Die Veranstaltung hieß „Abfallrecht als Standortfaktor für Unternehmen der chemischen Industrie in Baden-Württemberg“ und fand in Bad Wimpfen statt.

 

Im Mittelpunkt stand das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz, das Dr. Winfried Golla vom VCI Baden-Württemberg vorstellte. Dabei ging er auf die Kernaussagen des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes ein, insbesondere auf die Anwendung der neuen Abfallhierarchie in der Praxis.

 

Die Auswirkungen in der Unternehmenspraxis zeigten Georg Holzbächer, Brüggemann Services, und Dr. Rüdiger Herpich, Rheinchemie Rheinau, auf. Die baden-württembergische Besonderheit der Andienungspflicht diskutierten die Teilnehmer mit Hermann Reinhardt von der Sonderabfallagentur des Landes.

 

Die Praxis der Entsorgung problematischer Abfälle wurde bei zwei Vor-Ort-Terminen erkundet: auf der Deponie Billigheim mit dem Standortleiter Georg Henningsen und Thomas Kühnel von der HIM GmbH, Betreiber der Deponie und im Salzbergwerk Heilbronn. Dort stellte Geschäftsführer Dr. Jörg Dörfel die Untertage-Deponierung vor.