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ChemieNord / IG-BCE-Landesbezirk Nord

Guter Start für den "Berufskompass Chemie"

Die Chemie-Sozialpartner in Norddeutschland haben erfolgreich eine erste Veranstaltung zum tarifvertraglich vereinbarten Angebot „Berufskompass Chemie“ durchgeführt. Der Berufskompass soll die Attraktivität der Chemie-Branche weiter stärken, indem jungen Berufseinsteigern in den ersten drei Jahren ihrer Beschäftigung jährlich ein Angebot zur beruflichen Orientierung gemacht wird.


Im Rahmen der Tagesveranstaltung in Bad Münder fand dazu neben einem einführenden Hintergrundvortrag eine nach Berufsfeldern getrennte Gruppenarbeit statt, in der Perspektiven in kaufmännischen, naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen ausgelotet und Hinweise zu individuellen Entwicklungsmöglichkeiten gegeben wurden.


In seinem einführenden Grußwort machte Dr. Jochen Wilkens, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands ChemieNord, auf die veränderte weltwirtschaftliche Wettbewerbssituation aufmerksam und appellierte an die Teilnehmer, den Qualifikations- und Kompetenzvorsprung, insbesondere auf die asiatischen Volkswirtschaften, nicht zu verspielen. Die duale Berufsausbildung, ergänzt um lebenslanges Lernen, Qualifizierung und Kompetenzentwicklung, zeichneten den Wirtschaftsstandort Deutschland aus und hielten ihn wettbewerbsfähig.


Der Leiter des IG BCE Landesbezirks Nord, Ralf Becker, stellte in seiner Begrüßung den „Berufskompass Chemie“ in die Reihe anderer tarifpolitischer Instrumente, die sich mit Fragen zur Qualifizierung befassen wie beispielsweise das Start- und StartPlus-Programm. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der „Berufskompass Chemie“ das richtige Angebot für die Zielgruppe der gerade ausgelernten jungen Mitarbeiter in den Betrieben sei.


Rita Meyer, Professorin am Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Universität Hannover, berichtete in ihrem Einführungsvortrag über Entwicklungsschritte von der Qualifizierung hin zur Kompetenzentwicklung. In einer nachmittäglichen Arbeitsgruppe informierten dann Sachverständige aus den Unternehmen die anwesenden Facharbeiter und Kaufleute über unterschiedliche Wege beruflicher Aufstiegsmöglichkeiten und zur betrieblichen Weiterbildung. Parallel fand in einer weiteren Arbeitsgruppe eine Diskussion von Personal- und Ausbildungsleitern, Weiterbildungsverantwortlichen, Betriebsräten, Gewerkschaftern und anderen Multiplikatoren über das neue Instrument „Berufskompass Chemie“ statt, in deren Verlauf Ideen zu seiner Fortentwicklung erarbeitet wurden.