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ChemieNord / IG-BCE-Landesbezirk Nord

Intensiver Dialog muss fortgesetzt werden

Wo stehen wir bei der Energiewende? Diese Frage diskutierten Dr. Jochen Wilkens (ChemieNord), Olaf Scholz (Erster Bürgermeister von Hamburg), Ralf Becker (IG BCE) und Peter Willbrandt (Vorstandsvorsitzender Aurubis AG). - Foto: AGV ChemieNord

Welchen Stellenwert hat die Energiewende für die Politik im Norden? Welche Chancen bietet die Energiewende für die Chemieindustrie in Norddeutschland? Wie ist der Stand der Umsetzung des Projekts? Was muss weiter getan werden, damit die Energiewende zu einem Erfolg wird? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung „Energiewende – Review 2012“, die der Arbeitgeberverband ChemieNord, die Industriegewerkschaft IG BCE und der Verband der Chemischen Industrie, Landesverband Nord im Sommer 2012 in der Alten Schlosserei der Hamburger Aurubis AG durchgeführt haben.

 

In einem Einstiegsvortrag unterstrich dabei der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, dass das gesellschaftliche Bewusstsein für die Notwendigkeit dieses Projekts weiter geschärft werden müsse. Peter Willbrandt, Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG, und Stephan Engel, Associate Commercial Director Energy bei der Dow in Stade, skizzierten in ihren Kurzvorträgen zum Thema „Energiewende als Chance – Chemie als Innovationsmotor in Norddeutschland“, welche wichtigen Beiträge ihre Unternehmen beispielsweise bei der Herstellung von Windkraftanlagen und dem Leitungsausbau leisten. Gleichzeitig unterstrichen sie aber auch noch einmal, welche fatalen Auswirkungen falsche Weichenstellungen bei der Umsetzung der Energiewende für die energieintensiven Unternehmen haben würden.

 

Weitere Diskussionsbeiträge unter dem Motto „Energiewende in der Umsetzung – Auf dem richtigen Weg?!“ leisteten dann Dr. Joachim Scharioth (TNS Infratest), Bjorn Klusmann (juwi Holding AG), Martin Groll (TenneT), Malte Knizia (E.ON Deutschland) und Ulf Gehrckens (Aurubis AG).

 

Ralf Becker, Landesbezirksleiter Nord der IG BCE, und Dr. Jochen Wilkens, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes ChemieNord, konnten am Ende der Veranstaltung dann ein klares Fazit ziehen. „Als Chemie-Sozialpartner werden wir auch weiterhin einen aktiven Beitrag leisten bei der Umsetzung der Energiewende. Hier im Norden haben wir alle Voraussetzungen dafür, dass wir von einer gelungenen Umsetzung des Projekts profitieren können“, so Ralf Becker. Und Dr. Jochen Wilkens forderte: „Der auch im Rahmen dieser Veranstaltung begonnene Dialog muss dringend fortgeführt werden. Es führt nicht weiter, nur auf den anderen zu zeigen und die Verantwortlichkeiten zu verschieben. Alle Betroffenen müssen gemeinsam Lösungen finden. Dabei muss die Politik diesen Prozess aktiv steuern und alle relevanten gesellschaftlichen Gruppen einbinden.“