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ChemieNord / IG-BCE-Landesbezirk Nord

Gemeinsam stark im Stress

Thema der ersten Sozialpartnerveranstaltung im neuen Jahr: Wie Arbeitgeber und Betriebsräte Stress abbauen und die psychische Gesundheit im Unternehmen fördern - Foto: IG BCE Landesbezirk Nord.

Wie können Arbeitgeber und Betriebsräte die psychische Gesundheit im Unternehmen fördern? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Sozialpartnerveranstaltung „Gemeinsam stark im Stress“, die der Arbeitgeberverband ChemieNord und die IG BCE Landebezirk Nord am 6. Februar 2017 durchgeführt haben. 

 

Professor Dr. Carsten Spitzer, Ärztlicher Direktor der Asklepios Fachklinik Tiefenbrunn, unterstrich dabei zunächst, dass bei der Untersuchung von Stress immer die Gesamtheit der Einflüsse auf der soziologischen, biologischen und psychologischen Ebene berücksichtigt werden müsse. Stress sei ein sehr komplexer Vorgang, ein bio-psycho-soziales Phänomen, das Verstand und Willenskraft ausschalte und im menschlichen Körper automatisierte Reaktionen hervorrufe. Betroffene sollten frühzeitig auf die Warnzeichen des eigenen Körpers reagieren und sich sehr bewusst für Regenerationsphasen entscheiden. Wie weitreichend dabei die Unterstützung durch Unternehmen sein kann, zeigten Jan Rickmann, Manager Corporate Safety & Health bei der Continental AG, und Manuela Martin, Betriebsratsvorsitzende bei der Abbott Laboratories GmbH, auf. 

 

Für die Sozialpartner unterstrichen abschließend Dr. Jochen Wilkens, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes ChemieNord, und Ralf Becker, Landesbezirksleiter Nord der IG BCE, dass es in Zukunft immer wichtiger werde, schon bei jungen Menschen in der Ausbildung ein Bewusstsein für den Umgang mit Stress zu schaffen und ihnen entsprechende Methoden zum Stressabbau zu vermitteln. Darüber hinaus werde ein achtsamer Umgang mit den Mitarbeitern und mit sich selbst auch für Führungskräfte immer wichtiger.