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ChemieNord / IG-BCE-Landesbezirk Nord

Umsetzung des Wittenberg-Prozess beginnt im Norden

Führten gemeinsam einen Workshop zur Umsetzung des Wittenberg-Prozesses bei Büsing & Fasch in Oldenburg durch (v.l.n.r.): Geschäftsführer Werner zu Jeddeloh, Dr. Jochen Wilkens (AGV ChemieNord), Betriebsrätin Susanne Eilers und Ralf Becker (IG BCE). - Foto: AGV ChemieNord

„Dieser Termin ist extrem wichtig für uns und ich bin mir sicher, dass wir heute wichtige ergänzende Impulse zu den bereits bestehenden Grundsätzen in unserem Unternehmen erarbeiten werden.“ Mit dieser klaren Zielvorgabe begrüßte Werner zu Jeddeloh, Holding-Geschäftsführer der Büsing & Fasch GmbH & Co. KG, im November 2009 über 20 Personalleiter, Betriebsräte sowie weitere Geschäftsführer und Gesellschafter des Unternehmens zu einem eintägigen Workshop in Oldenburg, an dem außerdem Dr. Jochen Wilkens, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes ChemieNord, und Ralf Becker, Leiter des IG BCE-Landesbezirks Nord, teilnahmen. Und das mit gutem Grund, denn Thema des Workshops war die Umsetzung des so genannten Wittenberg-Prozesses auf der betrieblichen Ebene.

 

Eine Premiere im Norden. „Was hier heute stattfindet, hat Vorbildcharakter“, hob Jochen Wilkens gleich zu Beginn der Veranstaltung hervor und Ralf Becker ergänzte: „Diese besondere Veranstaltung zum Auftakt der ganz konkreten Umsetzung des Wittenberg-Prozesses im Norden findet genau bei dem richtigen Unternehmen statt.“ Im Mittelpunkt des Handelns bei Büsing & Fasch stehen nämlich Unternehmensgrundsätze, die von Mitarbeitern aus allen Geschäftsbereichen und Hierarchieebenen erarbeitet und mit einer gemeinsamen Verpflichtungserklärung in ihrer Bedeutung hervorgehoben wurden. Mit diesen Grundsätzen, die ökonomische, ökologische und Aspekte der sozialen Teilhabe umfassen, ist Büsing & Fasch dicht dran an den Überlegungen, die der Wittenberg-Prozess auf der Ebene der Chemie-Sozialpartner ergeben hat. „Dass wir uns schon frühzeitig mit diesen elementaren Fragen beschäftigt haben, hat sich gerade auch jetzt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bewährt als es darum ging, Maßnahmen zur Krisenbewältigung im Unternehmen zu diskutieren und zu beschließen“, sagt Werner zu Jeddeloh.

 

Gemeinsam mit Wilkens und Becker stand er den Teilnehmern des Workshops im Verlauf des Tages als Beobachter und Berater zur Verfügung. In fünf Gruppen wurde unter der Leitung von Moderatoren dann jeweils über „Nachhaltigkeit“, „Gute Arbeit“, „Unternehmerischen Erfolg“, „Globalisierung“ und „Qualifikation“ diskutiert und diese zentralen Thesen des Wittenberg-Prozesses abgeglichen mit bereits vorhandenen Unternehmensgrundsätzen bei Büsing & Fasch. Während der anschließenden gemeinsamen Auswertung ergab sich eine Reihe von neuen Aspekten, die nun in die Unternehmensgrundsätze integriert werden sollen.

 

Daneben stand die Herausarbeitung von Tipps zur Umsetzung des Wittenberg-Prozesses für andere Unternehmen im Mittelpunkt. Dabei wurde deutlich gemacht, dass gegenseitiges Vertrauen in jedem Unternehmen nur durch Transparenz entstehen könne. Jeder Veränderungsprozess benötige funktionierende interne Kommunikationsstrukturen und da gehe immer noch was, so das abschließende Fazit der Teilnehmer. Ein Ergebnis, das Ralf Becker optimistisch stimmt. „Ich gehe hier mit einem sehr guten Gefühl weg und bin begeistert, was Sie im Sinne des Wittenberg-Prozesses der Chemie-Sozialpartner geleistet haben.“ Und Jochen Wilkens lobte: „Als Chemie-Sozialpartner arbeiten wir ständig daran, die Schnittmenge der gemeinsamen Interessen und Ansichten zu erhöhen. Diese Veranstaltung hier war dabei ein weiterer wichtiger Schritt.“