Chemie-Altersvorsorge
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Chemie-Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente wird nicht ausreichen

Bereits die letzten Rentengesetze nahmen erhebliche Einschnitte in das Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung vor. Die kapitalgedeckte Altersvorsorge dient nicht mehr als bloße Ergänzung zur gesetzlichen Rente. Vielmehr kommt ihr wegen des absinkenden Rentenniveaus zunehmend eine Ersetzungsfunktion zu.

 

Gerade jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen davon ausgehen, dass die gesetzliche Rente keinesfalls ausreichen wird, um ein angemessenes Auskommen im Alter zu sichern. Aber auch ältere Arbeitnehmer werden ihren gewohnten Lebensstandard im Ruhestand kaum erreichen. Wir wollen Ihnen im Folgenden die Ursachen dieses Problems darlegen und die Lösung der chemischen Industrie aufzeigen.

 

Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung und ihre Folgen

 

Die gesetzliche Rentenversicherung finanziert sich im sogenannten Umlageverfahren. Das bedeutet, dass aus den Beiträgen der sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigen die Rentenleistungen der jeweiligen Rentner finanziert werden.


Folglich dürften die eigenen Rentenleistungen spürbar geringer werden, wenn die nachfolgende Generation im Verhältnis zur Generation der Rentenbezieher kleiner wird. Genau diese demografische Entwicklung macht der Bevölkerung zu schaffen – und sie hat direkte Auswirkungen auf die Höhe der gesetzlichen Renten. Das System der gesetzlichen Rentenversicherung leidet unter geänderten Umständen gegenüber der Zeit ihrer Errichtung:

 

 

1. Sinkende Geburtenrate

 

Nach den Ergebnissen der Bevölkerungsvorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes wird die Geburtenrate in Deutschland langfristig bei 1,55 Geburten je Frau stagnieren. Für den Erhalt des Bevölkerungsstandes wäre ein Durchschnitt von 2,1 Geburten je Frau nötig; für eine Umkehr der demografischen Entwicklung wären sogar mehr als 3 Geburten pro Frau erforderlich.

 

 

2. Mehr Rentenbezieher, weniger Beitragszahler

 

Das niedrige Geburtenniveau wird zudem dazu führen, dass sich die Bevölkerungsstruktur insgesamt zu den älteren Jahrgängen verschiebt: Aktuell sind 62,1 Prozent der Bevölkerung 20 bis unter 67 Jahre alt. Im Jahr 2060 wird diese Personengruppe nur noch 54,6 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Dies bedeutet, dass die Relation der Beitragszahler zu den Rentenbeziehern sich immer weiter verschlechtern wird, dass also immer weniger Beitragszahler eine wachsende Anzahl von Renten aufkommen müssen. 

 

 

 

3. Höhere Lebenserwartung und immer länger werdender Rentenbezug

 

Die Lebenserwartung der Menschen nimmt ebenfalls zu. Im Jahr 2005 wurden knapp 4 Millionen Menschen älter als 80 Jahre. Für das Jahr 2050 wird prognostiziert, dass über 40 Prozent der dann über 65-Jährigen auch mindestens 80 Jahre alt werden. Mit der steigenden Lebenserwartung ist ebenfalls ein längerer Rentenbezug verbunden - und damit höhere Kosten für die Rentenversicherungssysteme.

 

 

Die Lebenserwartung der Menschen nimmt ebenfalls zu. Im Jahr 2005 wurden knapp 4 Millionen Menschen älter als 80 Jahre. Für das Jahr 2050 wird prognostiziert, dass über 40?Prozent der dann über 65-Jährigen auch mindestens 80 Jahre alt werden. Mit der steigenden Lebenserwartung ist ebenfalls ein längerer Rentenbezug verbunden - und damit höhere Kosten für die Rentenversicherungssysteme.

 

 

4. Folge: Wachsende Rentenlücke

 

Heute erzielt ein Durchschnittsverdiener mit 45 Beitragsjahren gut 48 Prozent seines letzten Nettoeinkommens als Rente. Den Unterschied zwischen dem letzten Nettoentgelt vor Rentenbeginn und der tatsächlichen Rente wird als Rentenlücke bezeichnet. Diese Rentenlücke wird sich bis zum Jahr 2033 vergrößern - dann erhält der Rentner voraussichtlich weniger als 45 Prozent seines letzten Nettoeinkommens als Rente.

In der Praxis werden sich die Einbußen im Alterseinkommen, welches die gesetzliche Rentenversicherung gewährleistet, bereits in den nächsten Jahrzehnten deutlich bemerkbar machen. Das gilt auch, wenn durchgehende Erwerbsbiografien unterstellt werden. 
 

 

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