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Familie und Beruf

Evonik Industries - Betreuen und fördern: ein wichtiger Aspekt von Familienfreundlichkeit

Familienfreundlichkeit ist bei Evonik Industries keine leere Worthülse sondern Teil der Unternehmenskultur. Über mehrere Jahre haben Mitarbeiter, Betriebsräte und Führungsverantwortliche Angebote entwickelt. Sie sind Teil einer im Frühjahr 2009 abgeschlossenen Konzernbetriebsvereinbarung. Ein wichtiger Aspekt ist die Betreuung und Förderung von Kindern und Jugendlichen.

 

Ina und Jan sind begeistert. Gemeinsam mit einer mehr als bis zu 35-köpfigen Kinderschar toben die neun und elf Jahre alten Sprösslinge von Michael Buddeberg durchs Unterholz. Eine Woche lang tauchen Ina und Jan in die mittelalterliche Welt von Robin Hood und seinen Spießgesellen ab. Sehr zur Erleichterung der Eltern. Michael Buddeberg, im Zentralbereich Finanzen/Finanzierung des Konzerns tätig: „Die Kinder machen im dritten Jahr beim Kinder-Ferienprogramm mit. Vor allem während der Ferienzeit ist die Betreuung sehr schwierig. Da verschafft uns dieses Angebot von Evonik eine spürbare Entlastung.“ Das Angebot kommt bei den Kiddies gut an. Ina Buddeberg ist noch immer begeistert von dem Zirkusprojekt des vergangenen Jahres: „Da haben wir eine Woche lang trainiert und geübt. Am Ende konnten wir eine richtige Zirkusvorstellung geben.“

 

Stefan Jussen war hingegen eher etwas erschrocken, als er das Reiseziel für Sohn Oliver erfuhr. In eine Evonik-Mitarbeiterfamilie nach Kolumbien würde es den 14-jährigen im Rahmen des „Evonik Student Exchange Program“ verschlagen. Eigentlich hatte Oliver auf die USA, Australien oder Südafrika gesetzt. Doch mit dem neuen Reiseziel freundet er sich schnell an. Die ältere Schwester seiner Gastfamilie war bereits in Deutschland, ihr Bruder Daniel ist ganz gespannt auf gleichaltrigen Besuch aus Deutschland. Und Stefan Jussen, der bei Evonik Services in Marl tätig ist, erfährt bei seinen besorgten Nachfragen von Kollegen nur positive Motivation. Ende Juni 2009 fliegt Oliver für drei Wochen nach Südamerika. Via E-Mail und Internet-Chat erfährt Familie Jussen von den Erlebnissen ihres Sohnes: beinahe vertrautes Leben in der Gastfamilie, Urlaub am Urwaldrand, eine Woche kolumbianischer Schulalltag. „Ich habe viele Eindrücke und Erfahrungen mitgenommen und würde den Austausch auf jeden Fall wiederholen“, bilanziert Oliver nach seiner Rückkehr. Der kolumbianische Gegenbesuch ließ nicht lange auf sich warten: Ende September 2009 konnte Familie Jussen Daniel auf dem Düsseldorfer Flughafen begrüßen.

 

Ferienaustausch und Ferienbetreuung gehören seit mehreren Jahren zum Konzernalltag: Der Schüler-Ferienaustausch startet 2009 zum fünften Mal. Dabei übernimmt der Konzern die Reisekosten, beschafft die Fahrkarten und vermittelt die Gastfamilie. Das Kinderferienprogramm mit seinen Angeboten gegen (geringe) Eigenbeteiligung begann 2006 am Standort Essen mit 120 teilnehmenden Kindern. Inzwischen wurde das Programm auf fünf Standorte ausgeweitet und um ein überregionales Angebot ergänzt. Die Nachfrage zeigt den Bedarf: 2009 gingen rund 1000 Anmeldungen ein. Für Ralf Blauth, Evonik-Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor, ein Beleg, dass „wir Lösungen entwickelt haben, von denen alle profitieren. Die Betreuung der Kinder in den Ferien ist für berufstätige Eltern ein großes Problem.“

 

Das Motto „Familienfreundlichkeit“ hat sich Evonik schon seit mehreren Jahren auf die Fahnen geschrieben. Dabei sind die Ferienprogramme ein Baustein, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern. Ende März 2009 haben Arbeitgeber und Konzernbetriebsrat unter Mitwirkung der IG BCE eine „Konzernbetriebsvereinbarung Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ abgeschlossen. Sie schreibt die Entwicklung einer familienbewussten Unternehmenskultur fest und fasst die Angebote zur Unterstützung zusammen. Neben den Ferienprogrammen für Mitarbeiterkinder sind dies zum Beispiel die Unterstützung von Mitarbeitern mit pflegebedürftigen Angehörigen, die Vermittlung von Tagesmüttern und Babysittern, das Angebot von Betreuungsplätzen, entweder in konzerneigenen Kitas oder über Belegplätze an verschiedenen Standorten des Unternehmens. Wollen Mütter oder Väter ihre Elternzeit nutzen, regelt eine Betriebsvereinbarung den Rückkehranspruch auf den bisherigen Arbeitsplatz innerhalb eines Jahres.

 

Konzernbetriebsratsvorsitzender Ralf Hermann sieht in den Angeboten wichtige Elemente für gute Arbeit und Zukunftsfähigkeit: „Nur wenn Familie und Beruf in einer vernünftigen Balance sind, können sich die Beschäftigten motiviert einbringen. Mit Blick auf die demografische Entwicklung sind die Regelungen der Konzernbetriebsvereinbarung ein wichtiges Stück Zukunftssicherung. In unserer täglichen Betriebsratsarbeit hat dies einen hohen Stellenwert.“

 

Die familienbewusste Personalpolitik des Konzerns wurde im Juni 2009 mit dem „audit berufundfamilie“ der Hertie Stiftung zertifiziert. Dieses Zertifikat ist keine einmalige Auszeichnung sondern eine dauerhafte Entwicklung. Vor Vergabe des Zertifikats steht ein etwa zweimonatiger Prozess, in dem gemeinsam Ziele und Maßnahmen zu Gunsten der Personalpolitik entwickelt werden. Erhält das Unternehmen dann das Zertifikat, wird die Umsetzung dieser Strategien jährlich kontrolliert. Nach Ablauf von drei Jahren wird entschieden, ob das Unternehmen der Überprüfung standhält. „Der Einsatz ist eine Investition, die sich rechnet“, so Roland Dittrich, Leiter der Stabsstelle Mitbestimmungsangelegenheiten; Projekte Personal-/Sozialpolitik: „Wenn Familienbewusstsein auf der Strecke bleibt, wandern kluge Köpfe ab. Dann beginnt eine aufwändige und kostspielige Suche nach gut ausgebildeten Mitarbeitern und Führungskräften.“

Zum Unternehmen

Der Industriekonzern Evonik Industries umfasst die Geschäftsfelder Chemie, Energie und Immobilien.

Evonik gilt als eines der weltweit führenden Unternehmen in der Spezialchemie, betreibt Stromerzeugung aus Steinkohle sowie erneuerbarer Energien und ist eine der größten privaten Wohnungsgesellschaften in Deutschland.

Der Konzern ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Rund 41.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von rund 15,9 Milliarden Euro und erzielten ein operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 2,2 Milliarden Euro.