Praxis im Betrieb
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Tesa Hamburg - Beispiel 2

"Mit einem Bein im Betrieb bleiben"

Michael Rosbander - Foto: Kronlage

Michael Rosbander ist ganz gespannt auf seine neue Rolle. Er wird demnächst Vater. Gemeinsam mit seiner 38jährigen Frau hat auch er sich für ein Elternzeitmodell entschieden. Es ist ihr erstes Kind, und da wird die Mutter die ersten zwölf Monate zu Hause  bleiben. Im Anschluss nimmt dann Michael Rosbander den häuslichen Part für zwei Monate wahr.

 

Der Betriebsingenieur für Elektrik kann sich seinen familiären Part recht gut vorstellen: "Wir freuen uns riesig auf unser Kind." Klar ist auch, dass für beide Ehepartner Familie und Beruf dazu gehören und miteinander "synchronisiert werden müssen". Rosbanders Frau hat einen guten Job bei Olympia. "Natürlich will sie den nicht aufgeben", so der 43jährige.


 
Michael Rosbander, der seit 2002 überdies als Betriebsrat aktiv ist, hat sich entschieden, mit "einem Bein im Betrieb zu bleiben", wie er sagt. Er überlegt, an drei von fünf Tagen zu arbeiten. Dafür sprechen aus seiner Sicht einige gute Gründe. "Wir sind fünf Betriebsingenieure im Werk. Jeder ist für eine Anlage hauptsächlich verantwortlich. Da muss man schon dran bleiben." Außerdem, so Rosbander weiter, werde in nächster Zukunft eine neue Maschine installiert. Da sei eine gewisse Präsenz nötig, um wissens- und kompetenzmäßig nicht abgehängt zu werden.


 
Eines hat sich der künftige Vater allerdings vorgenommen: "Familie und Arbeit muss man schon strikt auseinanderhalten. Deshalb ist die tageweise Präsenz im Werk die bessere Regelung. Da ist man entweder vor Ort und voll dabei, oder man ist eben zu Hause beim Kind."

 

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