Vereinbarungen
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Soziale Marktwirtschaft

Soziale Marktwirtschaft braucht Regeln und Werte

Günay Mutlu - iStockphoto.com

Im Herbst 2008 ist die internationale Finanzmarktkrise mit ihren negativen Folgen auch für die Bundesrepublik das bestimmende Thema in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Am 12. November 2008 verständigen sich die Chemie-Sozialpartner BAVC und IG BCE in Berlin auf ein gemeinsames Kommuniqué. Gefordert wird die Etablierung einer effektiven Finanzmarktaufsicht auf europäischer und internationaler Ebene. Zudem nehmen die Sozialpartner eine Analyse der Auswirkungen der Krise auf die Realwirtschaft und speziell auf die chemische Industrie vor. Auch nehmen sie Bezug auf die im Sommer 2008 im Rahmen des Wittenberg-Prozesses gemeinsam formulierten ethischen Grundsätze. Die Chemie-Sozialpartner bekräftigen die Bedeutung von Werten und Regeln für das Funktionieren der sozialen Marktwirtschaft und formulieren die weiteren Stationen des Wittenberg-Prozesses für das Jahr 2009. -
Das Kommuniqué im Wortlaut

Soziale Marktwirtschaft

Verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft

Berliner Congress Center, Foto: Heim

Mit der am 14. August 2008 in Berlin unterzeichneten Sozialpartner-Vereinbarung haben sich die Chemie-Sozialpartner BAVC und IG BCE auf einen Ethik-Kodex für die chemische Industrie verständigt. Damit gibt es erstmals für eine gesamte Branche gemeinsam formulierte ethische Grundsätze. An diesen neuen "Leitlinien für verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft" werden sich IG BCE und BAVC in ihrer künftigen Arbeit ausrichten. Die Chemie-Sozialpartner wollen so der Vertrauenskrise der Sozialen Marktwirtschaft entgegenwirken. Ziel der Vereinbarung ist, in der chemischen Industrie ein werteorientiertes, faires Verhalten zu fördern. Dazu beitragen soll ein Maßnahmen-Katalog, der unter anderem die Initiierung und Unterstützung von Dialogprozessen auf betrieblicher Ebene sowie die Gründung einer neuen Sozialpartner-Akademie vorsieht. -
Die Vereinbarung im Wortlaut