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Nachhaltigkeit

Neuausrichtung von GIBUCI

Robert Kneschke - Fotolia.com

Sozialpartnervereinbarung zur Neuausrichtung von GIBUCI auf der Grundlage des GIBUCI-Multiplikatorentreffens vom 25. Juni 2014 in Wiesbaden.

 

Einleitung:

 

Die gesellschaftliche Debatte um eine nachhaltige Entwicklung hat in den letzten Jahren erheblich an Fahrt gewonnen. Dies schlägt sich für die Industrie politisch in einer Zunahme an Regulierungen oder Quasi-Regulierungen (z.B. europäische CSR-Gesetzgebung, internationale CSR-Standards) und wirtschaftlich in vermehrten und immer kritischer vorgebrachten Fragen nach der Nachhaltigkeit von Produkten, Verfahren, dem Umgang mit den Beschäftigten usw. nieder. In diesem Umfeld gewachsener Erklärungsbedürftigkeit haben BAVC, IG BCE und VCI als Vertreter der Chemie-Branche die Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ ins Leben gerufen — und sich dazu verpflichtet, Nachhaltigkeit als Prinzip verantwortlichen Handelns in die Mitgliedsverbände, Unternehmen und zu den Beschäftigten zu tragen.

 

 

Eckpunkte:

 

1. Im Rahmen von Chemie³ haben BAVC und IG BCE zugesagt, einen spezifischen Sozialpartner-Beitrag zu der Nachhaltigkeitsinitiative zu leisten.

 

 

2. GIBUCI — die Gesellschaft zur Information von Betriebsräten über Umweltschutz in der chemischen Industrie — nimmt die Rolle des Bildungsträgers der Chemie-Sozialpartner auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit ein.

 

 

3. GIBUCI erfährt eine thematische Ausweitung. Neben Umweltschutzfragen (ökologische Dimension der Nachhaltigkeit) werden auch Fragen der wirtschaftlichen und

insbesondere der sozialen Dimension der Nachhaltigkeit — der Kernkompetenz der Chemie-Sozialpartner — Gegenstand der Veranstaltungen.

 

 

4. Das GIBUCI-Logo wird ergänzt mit dem Zusatz „GIBUCI — vom Umweltschutz zur Nachhaltigkeit".

 

 

5. Alle GIBUCI-Veranstaltungen werden mit dem Zusatz „Ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsinitiative Chemie'" versehen.

 

 

6. GIBUCI erfährt eine Ausweitung des Adressatenkreises: Neben Betriebsräten werden auch Führungskräfte zu den Veranstaltungen eingeladen; Zielgruppe sind die Topleute

auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite.

 

 

7. Punktuelle Kooperationen mit der Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie (CSSA), der Stiftung Arbeit und Umwelt sowie dem Qualifizierungsförderwerk Chemie sind zu

prüfen.

 

 

B. Um der Neuausrichtung von GIBUCI Sichtbarkeit zu verleihen, bietet es sich an, die anstehenden regionalen Veranstaltungen als Kick-off-Veranstaltungen durchzuführen. Die Teilnahme der Bundesebene (GIBUCI-Geschäftsführer) ist zu prüfen.

 

 

9. Für die thematische Ausgestaltung und Durchführung der Veranstaltungen sind weiterhin die Sozialpartner auf regionaler Ebene zuständig. Dabei sind stets die vorliegenden

(auf Bundesebene verabschiedeten) Eckpunkte zu berücksichtigen. Die Veranstaltungen werden i.d.R, auf regionaler Ebene durchgeführt, die Beschränkung auf kleinere räumliche Einheiten ist aber ebenso möglich.

 

 

10. Die Veranstaltungen werden weiterhin im Rahmen von § 37 (6) BetrVG durchgeführt.

 

 

11. Um die regionalen Aktivitäten auf Bundesebene zu begleiten, den Erfahrungsaustausch zu ermöglichen und neue Impulse zu setzen, findet mindestens einmal pro Jahr ein Multiplikatorentreffen statt.

 

 

12. Auch unterjährig halten die Multiplikatoren die GIBUCI-Geschäftsführung und die Kollegen auf regionaler Ebene über ihre Veranstaltungsplanung auf dem Laufenden.

 

 

13. Der GIBUCI-Gesellschaftsvertrag wird entsprechend der Neuausrichtung angepasst.

 

 

14. Es wird eine neue Sozialpartnervereinbarung geschlossen, die der Neuausrichtung politische Signalwirkung verleiht. Die Verabschiedung der Vereinbarung wird durch

die Öffentlichkeitsarbeit von BAVC und IG BCE begleitet. 

 

 

Hannover/Wiesbaden, Oktober 2014

 

Initiates file downloadDie Sozialpartnervereinbarung im Wortlaut

GIBUCI ist jetzt So.WIN

Die „Gesellschaft zur Information von Betriebsräten über Umweltschutz in der chemischen Industrie“ (GIBUCI) ist von den Sozialpartnern im Januar 2016 im Rahmen eines neuen Gesellschaftsvertrags in So.WIN umbenannt worden. Verbunden damit ist eine thematische Ausweitung: Neben Umweltschutzfragen sind jetzt auch Fragen der wirtschaftlichen und insbesondere der sozialen Dimension der Nachhaltigkeit Gegenstand der Veranstaltungen des Bildungsträgers.

 

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