Vereinbarungen
Ansicht   
GIBUCI ist jetzt So.WIN

Die „Gesellschaft zur Information von Betriebsräten über Umweltschutz in der chemischen Industrie“ (GIBUCI) ist von den Sozialpartnern im Januar 2016 im Rahmen eines neuen Gesellschaftsvertrags in So.WIN umbenannt worden. Verbunden damit ist eine thematische Ausweitung: Neben Umweltschutzfragen sind jetzt auch Fragen der wirtschaftlichen und insbesondere der sozialen Dimension der Nachhaltigkeit Gegenstand der Veranstaltungen des Bildungsträgers.

Weitere Informationen...

Umweltschutz - Responsible Care

Sozialpartnervereinbarung zu GIBUCI

christian42 - Fotolia.com

Bundesarbeitgeberverband Chemie e. V. und IC Bergbau, Chemie, Energie verstehen die Information der Betriebsräte über Umweltschutz als gemeinsame Aufgabe. Die Sozialpartner der chemischen Industrie wollen sicherstellen, dass sich die Betriebsräte in den Unternehmen sachkundig an der Behandlung von Umweltschutzfragen beteiligen können. Dazu haben sie 1987 als bundesweit erste Einrichtung dieser Art die Gesellschaft zur Information von Betriebsräten über Umweltschutz in der chemischen Industrie (GIBUCI) gegründet.

 

GIBUCI steht für eine fruchtbare Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Umweltschutzes. Mit dieser Vereinbarung bekräftigen die Sozialpartner der chemischen Industrie ihren Willen, die Umweltschutzinformation durch GIBUCI fortzuführen und weiterzuentwickeln. Sie knüpfen dabei an die Umweltschutzübereinkunft vom 20. August 1987 und die Übereinkunft zu Responsible Care vom 5. November 1999 an.


1. Sozialpartnerveranstaltungen zum Umweltschutz in der chemischen Industrie

In bislang über 100 Veranstaltungen hat sich das Seminarkonzept von GIBUCI erfolgreich bewährt. Deshalb sollen die GIBUCI-Informationsveranstaltungen in der bestehenden Form fortgeführt werden. Dies beinhaltet insbesondere

  • die Behandlung einzelner, aktueller Schwerpunktthemen in Veranstaltungen mit Seminarcharakter,
  • die Durchführung auf regionaler Ebene,
  • die Beteiligung auch von Fach- und Führungskräften der Unternehmen sowie
  • die besondere Betonung des Dialogs der Sozialpartner mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Bundesarbeitgeberverband Chemie e. V. und IG Bergbau, Chemie, Energie sehen GIBUCI als freiwillige, sozialpartnerschaftliche Initiative. Dieser Charakter prägt den Inhalt der Veranstaltungen und den dort geführten Dialog der Betriebsräte mit Vertretern aus Wirtschaft und Verbänden. Hierin liegt ein wesentlicher Unterschied zu den Schulungen anderer Anbieter.

 

Es entspricht dem sozialpartnerschaftlichen Charakter der GIBUCI-Veranstaltungen, dass die Unternehmen die Betriebsräte für die Teilnahme freistellen und die entstehenden Kosten tragen.

 

Bei aktuellen umweltpolitischen Themen von übergreifender Bedeutung können nach Bedarf in unregelmäßigen Abständen bundesweite Diskussionsveranstaltungen durchgeführt werden. An diesen Veranstaltungen werden Betriebsräte und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung sowie gegebenenfalls auch weitere Meinungsträger beteiligt.


2. Schulungsveranstaltungen zum Umweltschutz

Bundesarbeitgeberverband Chemie e. V. und IC Bergbau, Chemie, Energie nehmen die guten Erfahrungen aus 14 Jahren GIBUCI und die Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes zum Anlass, um das Seminarangebot durch zusätzliche Schulungsveranstaltungen zu erweitern.

 

In diesen Veranstaltungen mit Schulungscharakter werden die für die chemische Industrie relevanten umweltrechtlichen Regelungen und deren Anwendung im Betrieb behandelt. Die Sozialpartner stellen sicher, dass Inhalte mit Praxisbezug in Form eines zusammenfassenden, komprimierten Überblicks vermittelt werden. Aufgrund der unterschiedlichen inhaltlichen Gestaltung werden diese Schulungen zusätzlich zu den bestehenden Informationsveranstaltungen über Schwerpunktthemen angeboten. Teilnehmen können Betriebsräte aus Unternehmen der chemischen Industrie und verwandter Industrien. Im Einzelfall können die Schulungsveranstaltungen auch für Betriebsräte anderer Branchen geöffnet werden. Zusätzlich kann auch die Teilnahme von Mitarbeitern mit Führungsverantwortung vorgesehen werden.

 

Die Schulungsveranstaltungen werden auf der Grundlage eines bundesweit anwendbaren Konzepts von GIBUCI auf regionaler Ebene durchgeführt. Je nach Bedarf können auch gemeinsame Schulungen für mehrere Landesbezirke in Betracht kommen.

 

Für die Teilnahme der Betriebsräte an den Schulungen und die Kostentragung gilt § 37 Abs. 6 BetrVG.

 

Hannover/Wiesbaden, im September 2001